Kunstliche Befruchtung Fur Frauen Ab 40

Kim Basinger wurde mit 42 Mutter, Schauspielerkollegin Holly Hunter sogar mit 47 Jahren. Umso schmerzlicher muss es für Frauen in diesem Alter sein, die sich auch ein Kind wünschen, aber ohne künstliche Befruchtung keine Chance haben. Müsste sich der Gesetzgeber diesem Trend nicht anpassen? Die starre Grenzziehung bei 40 sei medizinisch gar nicht nachvollziehbar, beanstandete auch die Hamburger Klägerin. Erst mit 43 Jahren sinke die Erfolgswahrscheinlichkeit der künstlichen Befruchtung deutlich.

Chance von 18 Prozent Die Richter am Bundessozialgericht widersprachen dem. Dem Gesetzgeber stehe es zu, eine pauschale Grenze zu ziehen. Er gehe davon aus, dass sich die Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft im Laufe der 30er immer mehr verringere und jenseits der 40 gering sei. Ein Blick auf die Erfolgsraten bei der IVF gibt Auskunft: Frauen mit 30 haben eine Chance von 34 Prozent schwanger zu werden, Jährige eine Chance von unter 20 Prozent und Jährige eine Chance von 12 Prozent.

Finanzierung als Mittel der Familienpolitik? Die Kasseler Entscheidung fällt in eine Zeit, in der darüber diskutiert wird, wie Paare dazu ermutigt werden können, wieder mehr Kinder zu bekommen. Durch finanzielle Unterstützung bei unerfülltem Kinderwunsch? Die Autoren beider Studien empfehlen daher übereinstimmend, eine In-vitro-Fertilisation bei Frauen nur bis zum Alter von 43 Jahren vorzunehmen.

Danach kommt eher die Eizell-Spende in Frage. Mit dieser Methode können Frauen auch nach Eintritt der Wechseljahre noch schwanger werden, allerdings nicht mehr mit einem Kind aus eigenen Eizellen. Die Eizell-Spende, auch durch eine nahe Verwandte, ist jedoch zum Beispiel in Deutschland nicht erlaubt. Hourvitz A, et al.

Assisted reproduction in women over 40 years of age: Reprod Biomed Online ; Analysis of consecutive cycles of in vitro fertilization or intracytoplasmic sperm injection using autologous oocytes in women aged 40 years and above. Fertil Steril , 5. Samen können Paare ankaufen, dann zahlt die Kasse die Behandlung aber nicht, und es wird noch teurer. Kinderwunschbehandlung bei Steuer geltend machen Wer Kosten für die künstliche Befruchtung selbst trägt, kann diese unter Umständen in seiner Steuererklärung geltend machen.

Voraussetzung ist, dass die "zumutbare Eigenbelastung" überschritten ist. Der Betrag richtet sich nach dem Einkommen. Ist diese Voraussetzung erfüllt, sieht der Fiskus die Angelegenheit sogar moderner als das Versicherungsrecht der Kassen. Denn Paare müssen nicht verheiratet sein, um Kosten geltend zu machen - eine sogenannte fest gefügte Partnerschaft reicht laut dem Einkommensteuerrecht aus.

Allerdings gelte auch dabei, dass die Kosten für Behandlungen mit Fremdsamen nicht erstattet werden, erklärt Käding - auch das Steuerrecht fordert also die "homologe künstliche Befruchtung". Und auch eine Behandlung nach freiwilliger Sterilisation scheidet aus. Denn die Logik des Gesetzes ist die folgende: Die Kosten sind dann also keine Aufwendungen, die eine Krankheit heilen könnten. IVF und ICSI Bei der In-Vitro-Fertilisation IVF werden bei der Frau Eizellen entnommen und im Labor befruchtet.

Bei dieser Methode werden Eizellen und Spermien in einer Petrischale zusammengefügt. Kommt es zur Befruchtung, werden nach zwei bis drei Tagen Embryoen in die Gebärmutter eingebracht. So erklärt Gabriele Wickert von der Deutschen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin in Dortmund das Verfahren. Bei der Intracytoplasmatischen Spermieninjektion ICSI dagegen müsse manuell ein Spermium direkt in die Eizelle injiziert werden, weil zum Beispiel die Spermien deformiert oder wenig beweglich seien.

Diese Behandlung ist aufwendiger und daher teurer.


Künstliche Befruchtung: Soviel kostet der Kinderwunsch